Blog | Books | About
Du planst Deine nächste Retrospektive? Fang mit einem zufällig generierten Ablauf an, pass ihn an, druck ihn aus und teile die URL mit anderen. Oder guck Dich einfach nach neuen Ideen um!

Ist es Deine erste Retro? Fang hier an!
Join 1500+ subscribers and get new activities & tips for retrospectives in your inbox!

Wondering what content you'll get? Look at past emails | Privacy Policy
Current ID:
All activities for GESPRÄCHSKLIMA SCHAFFEN

FEUG (engl. ESVP) (#1)

Welche Haltung haben die Teilnehmer zur Retrospektive? In welcher Rolle fühlen sie sich? Forscher, Einkaufsbummler, Urlauber, Gefangener.
Source: Agile Retrospectives
Vorbereitung: Ein Flipchart mit vier Bereichen für die vier Rollen. Erkläre den Teilnehmern die Rollen:
  • Forscher: Wissbegierig und neugierig. Möchte herausfinden, was gut und was nicht gut funktioniert und wie sich Verbesserungen erreichen lassen.
  • Einkaufsbummler: Positive Grundeinstellung. Freut sich, wenn auch nur eine gute Sache herauskommt.
  • Urlauber: Nimmt widerwillig teil. Immer noch besser als Arbeiten.
  • Gefangener: Nimmt nur teil, weil er das Gefühl hat, dass er muss.
Starte eine anonyme Umfrage, bei der jeder die Rolle, in der er sich am ehesten wiederfindet, auf ein Stück Papier schreibt. Sammle die Stimmzettel ein und zähle das Ergebnis für alle sichtbar auf dem vorbereiteten Flipchart. Falls im Team wenig Vertrauen herrscht, kannst Du die Stimmzettel nach ihrer Zählung demonstrativ vernichten, um die Anonymität sicherzustellen.
Um in die Diskussion einzusteigen, frage das Team, was sie von dem Ergebnis der Umfrage halten und wie sie es interpretieren. Falls Urlauber oder Gefangene in der Überzahl sind, könntet ihr diese Erkenntnis in der Retrospektive besprechen.

Wetterbericht (#2)

Die Teilnehmer markieren ihr Stimmungs-"Wetter" auf einem Flipchart.
Source: Agile Retrospectives
Vorbereitung: Ein Flipchart mit Symbolen für Gewitter, Regen, Bewölkung und Sonnenschein. Jeder Teilnehmer macht eine Markierung bei dem Wetterbericht, der am ehesten seiner Stimmung entspricht.

Check In (#3)

Stelle eine Frage oder Aufgabe, die nacheinander von allen Teilnehmern beantwortet wird.
Source: Agile Retrospectives
Nach dem Round-Robin-Prinzip antwortet jeder Teilnehmer auf die gleiche Frage / Aufgabe (es sei denn, er möchte übersprungen werden). Beispiele:
  • Beschreibe in einem Wort, was Du von dieser Retrospektive als Ergebnis für Dich brauchst.
  • Äußere eine Befürchtung oder eine Sorge, z.B. in dem Du sie aufschreibst und sie bewusst - auch physikalisch - zur Seite legst.
  • Wenn Du nur für dieses Treffen ein Auto wärst, was für eines wärst Du?
  • Welches Wort beschreibt Deinen Gefühlszustand am besten? Fröhlich, sauer, traurig, ängstlich?

Vermeide es, auf Antworten wie "gut" weiter einzugehen oder eine Erklärung zu verlangen.

Amazon Kundenrezensionen (#18)

Bewertet die zurückliegende Iteration wie eine Amazon Kundenrezension. Vergesst die Sterne nicht!
Source: Christian Heiß
Jedes Teammitglied verfasst eine kurze Rezension mit:
  • Titel
  • Inhalt
  • Sterne-Wertung (von 1 "Gefällt mir gar nicht" bis 5 "Gefällt mir sehr")
Jeder liest seine Rezension laut vor. Sammle die Sterne-Wertungen auf einem Flipchart.
Diese Aktivität kann auf die gesamte Retrospektive ausgedehnt werden, indem zusätzlich die Frage beantwortet wird, welche Empfehlungen es für den nächsten Sprint gibt.

Stimmungsthermometer (#22)

Die Teilnehmer notieren ihre "Temperatur" (Stimmung) auf einem Flipchart.
Source: Unknown
Bereite ein Flipchart vor, auf das Du ein einfaches Thermometer aufmalst. Es sollte in der Lage sein, Temperaturen vom Gefrierpunkt über Körpertemeperatur bis hin zum Siedepunkt anzuzeigen.

Jeder einzelne im Team markiert jetzt ein Stelle auf der Temperaturskala, die seiner aktuellen Stimmung entspricht.

Die Iteration malen (#31)

Die Teilnehmer malen ein Bild zur zurückliegenden Iteration
Source: Corinna Baldauf, adapted from Thorsten Kalnin, Olivier Gourment; Thomas Guest
Verteile Karteikarten und Stifte. Gebe ein Thema vor, z.B.:
  • Wie hast Du Dich während der Iteration gefühlt?
  • Gab es einen Aha!-Moment? Welcher war das?
  • Was war das größte Problem?
  • Was hast Du vermisst?
Bitte die Teilnehmer, ihre Antwort als ein kleines Bild zu malen. Hänge alle Zeichnungen an ein Whiteboard. Sprecht die Zeichnungen gemeinsam durch und lasse die Teilnehmer zunächst raten, was dargestellt ist und was es zu bedeuten hat. Anschließend erklärt der jeweilige Künstler sein Bild.

Metaphern ermöglichen den Perspektivwechsel und neue Sichtweisen. Gemeinsam entwickelt das Team so ein Verständnis für die Geschehnisse in der letzten Interation.

Projekt-Gefühlsmesser (#32)

Hilf Deinen Teammitgliedern dabei, ihre Gefühle zum Projekt auszudrücken und sprecht schon frühzeitig über die Ursachen
Source: Andrew Ciccarelli
Bereite einen Flipchart vor mit Gesichtern, die Emotionen ausdrücken, z.B.:
  • schockiert / überrascht
  • nervös / gestresst
  • machtlos / eingeschränkt
  • verwirrt
  • glücklich
  • wahnsinnig
  • überwältigt
Alle Teammitglieder wählen ein Gesicht, das am besten ausdrückt, wie sie sich im Projekt fühlen. So lassen sich auf unterhaltsame Weise Probleme schon früh zu Tage fördern. Ihr könnt Sie in den Folgephasen der Retrospektive besprechen.

Wertschätzendes Ziel (#36)

Wähle ein positives Motto für die Retrospektive.
Source: Diana Larsen
Konzentriert euch auf positive Aspekte eurer Arbeit statt auf Probleme. Gib der Retrospektive ein positives Motto, wie z.B.:
  • Lasst uns einen Weg finden, unsere Stärken beim Vorgehen und in der Zusammenarbeit weiter auszubauen.
  • Lasst uns herausfinden, wie wir die Verwendung von etablierten Entwicklungspraktiken und -methoden steigern können.
  • Wir finden heraus, wo oder zwischen wem die Zusammenarbeit bereits besonders gut funktioniert und wie wir gezielt eine solche hoch produktive Atmosphäre schaffen können.
  • Wir finden heraus, wie und wo wir in der letzten Iteration den höchsten Mehrwert für unseren Kunden geschaffen haben, um den erzeugten Mehrwert in der nächsten Iteration noch zu steigern.

Postkarten (#42)

Teilnehmer wählen Postkarten aus, die ihren Gedanken bzw. Gefühle entsprechen
Source: Corinna Baldauf
Bringe viele unterschiedliche Postkarten mit, mindestens viermal so viele wie Teilnehmer da sind. Verteile die Postkarten im Raum und sage den Teilnehmern, sie sollen die Postkarte auswählen, die am besten darstellt, was sie über die letzte Iteration denken. Bitte sie, dann drei Stichworte auf Karten zu schreiben, die die Postkarte bzw. die letzte Iteration beschreiben. Nacheinander hängen die Teilnehmer ihre Postkarten und die Karten mit den Stichworten auf und erklären den anderen Teilnehmern ihre Wahl.

Steh zu deiner Meinung - Beginn (#43)

Teilnehmer zeigen ihre Zufriedenheit mit der letzten Iteration, indem sie sich \ an einer Skala aufstellen
Source: Corinna Baldauf, inspired by Christoph Pater
Klebe aus Malerkrepp eine Skala auf den Boden (eine lange Linie). Markiere das eine Ende mit 'Großartig' und das andere mit 'Mies'. Bitte die Teilnehmer sich an die Stelle der Skale zu stellen, die ihrer Zufriedenheit mit der letzten Iteration entspricht. Sich im Raum zu Positionieren ist im Vergleich zu dem, was Teilnehmer 'nur' sagen, oft ein stärkeres 'Bekenntnis'.
Du kannst die Skala wiederverwenden, wenn Du mit mit Aktivität #44 abschließt.

Warum Retrospektiven? (#46)

Frage 'Warum machen wir Retrospektiven?'
Source: Pete Roessler
Gehe nochmal zurück zu den Grundlagen und beginne die Retrospektive mit der Frage: 'Warum machen wir das eigentlich?' Schreibe die Antworten für alle sichtbar auf. Das Ergebnis kann sehr überraschend sein.

Konstellationen - Eröffnung (#52)

Lasse die Teilnehmer Aussagen bestätigen oder ablehnen, indem Sie sich im Raum bewegen
Source: Lyssa Adkins via Luis Goncalves
Lege eine Scheibe oder eine Kugel in die Mitte eines freien Raumes und versammle das Team darum. Die Scheibe ist der Punkt der höchsten Zustimmung: Wenn sie einer Aussage zustimmen, sollten sie sich darauf zu bewegen, wenn sie es nicht tun, sollten sie sich - dem Ausmaß ihrer Ablehnung entsprechend - davon entfernen. Formuliere jetzt Aussagen, z.B.
  • Ich glaube, ich kann in dieser Retrospektive offen sprechen
  • Ich bin mit der letzten Iteration zufrieden
  • Die Qualität unseres Codes finde ich gut
  • Unser kontinuierlicher Integrationsprozess ist ausgereift
Beobachte nun, welche Konstellationen sich ergeben. Frage das Team, welche Konstellationen sie am meisten überrascht hat.

Kann auch als Abschluss verwendet werden (#53).

Happiness Histogram (#59)

Erstelle ein Happiness Histogramm, um die Leute zum reden zu bringen
Source: Mike Lowery via Niko Felger
Bereite ein Flip-Chart mit einer horizontalen Skala von 1 (Unglücklich) bis 5 (Happy) vor.
  • Die Teammitglieder platzieren der Reihe nach eine Haftnotiz entsprechend ihrer 'Happiness' über der Skala und kommentieren ihre Platzierung
  • Wenn in der Begründung etwa bemerkenswertes erwähnt wird, lass das Team entscheiden, ob es sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt in der Retrospektive diskutiert werden soll
  • Wenn jemand den gleichen 'Happiness'-Wert wie ein Vorgänger hat, klebt die Haftnotiz über die schon platzierten Haftnotizen, so das ein Histogramm (Häufigkeitsverteilung) entsteht

3 für 1 - Beginn (#70)

Kläre, wie zufrieden das Team ist mit den Ergebnissen der Iteration, der Kommunikation und der Stimmung im Team ist - alles in einem
Source: Judith Andresen
Bereite ein Flipchart vor mit einem Koordinatensystem. Beschrifte die y-Achse mit 'Zufriedenheit mit den Ergebnissen der Iteration', die x-Achse mit 'Häufigkeit mit der wir uns koordinieren'. Bitte alle Teilnehmer, den Punkt der Zufriedenheit (y-Achse) und der wahrgenommenen Häufigkeit (x-Achse) zu markieren - und zwar mit einem Emoticon, der ihre Stimmung zeigt (also nicht nur einem Punkt).
Diskutiere überraschende Ausreißer und extreme Stimmungen. (Variiere die x-Achse, um andere Themen im Team zu reflektieren, z. B. 'Häufigkeit, in der wir als Zweiter-Team programmieren (Pairing)'.)

Eine Runde Bewunderung (#76)

Teilnehmer sagen, was sie an den anderen bewundern
Source: Judith Andresen
Starte eine Runde der Bewunderung, indem Du Dich Deiner Nachbarin/Deinem Nachbarn zuwendest und sagst: "Was ich am meisten an Dir bewundere ..." Dann sagt Deine Nachbarin/Dein Nachbar, was er/sie an ihrem Nachbarn bewundert und so weiter, bis der letzte Teilnehmer Dich bewundert. Fühlt sich toll an, oder?

Ergebnis-Erwartungen (#81)

Jeder sagt, was er von der Retrospektive erwartet
Source: Inspired by Jim & Michele McCarthy
Alle im Team sagen, was sie von der Retrospektive erwarten, welches Ergebnis sie sich also am Ende des Meetings wünschen. Beispiele für das, was die Teilnehmer sagen könnten:
  • Ich bin froh, wenn wir uns eine gute Maßnahme vornehmen.
  • Ich möchte, dass wir unsere Diskussion über die richtigen Testverfahren abschließen und uns einigen, wie wir in Zukunft vorgehen.
  • Für mich ist dieses Retro ein Erfolg, wenn wir am Ende einen Plan haben, wie wir das $obscureModule aufräumen.
  • [Du kannst überprüfen, ob diese Erwartungen erfüllt wurden, wenn Du die Retrospektive mit Aktivität #14 abschließt.] [Das Meet-Core-Protokoll , das uns zu dieser Aktivität inspiriert hat, beschreibt auch 'Alignment Checks': Wer glaubt, dass die Retrospektive die Bedürfnisse des Teams nicht erfüllt, kann einen „Ausrichtungsscheck“ fordern. Alle im Team nennen dann eine Zahl von 0 bis 10, die angibt, wie die Retrospektive ihren Erwartungen entspricht. Die Person, die den niedrigsten Wert nennt, übernimmt und führt das Team näher an die erwarteten Ergebnisse heran.]

    Drei Wörter (#82)

    Jeder fasst die letzte Iteration in drei Worten zusammen
    Source: Yurii Liholat
    Bitte alle im Team, die letzte Iteration mit nur drei Worten zu beschreiben. Lass das Team eine Minute nachdenken, und frage dann reihum nach diesen drei Worten. Dies hilft dem Team, sich an die letzte Iteration zu erinnern, und so gut vorbereitet in die nächsten Aktivitäten zu gehen.

    Last Retro's Action Table (#84)

    Überlegt, wie ihr mit den Maßnahmen aus der letzten Retrospektive umgehen wollt
    Source: Sven Winkler
    Zeichne eine Tabelle mit 5 Spalten auf ein Flipchart. Schreibe die Maßnahmen der letzten Retro in die erste Spalte. Die Überschriften für die anderen Spalten sind "Mehr", "Weiter", "Weniger" und "Aufhören". Teilnehmer kleben nun pro Zeile ein Stickie in die Spalte, die angibt, ob bzw. wie sie mit dieser Maßnahme fortfahren möchten. Beginne anschließend eine kurze Diskussion für jede Maßnahme, z.B.:

  • Warum sollten wir damit aufhören?
  • Warum lohnt es sich, hiermit weiter zu machen?
  • Sind unsere Erwartungen erfüllt?
  • Warum unterscheiden sich die Meinungen so stark?
  • Grüße aus der Iteration (#85)

    Jedes Teammitglied schreibt eine Postkarte über die letzte Iteration
    Source: Filipe Albero Pomar
    Erinnere das Team, was zu einer guten Postkarte gehört:

  • Ein Bild auf der Vorderseite,
  • eine Nachricht auf der einen Hälfte der Rückseite,
  • die Adresse und den Stempel auf der anderen Hälfte.

  • Verteile leere Karteikarten und sage dem Team, dass sie 10 Minuten Zeit haben, eine Postkarte an eine Person zu schreiben, die das gesamte Team kennt (z.B. einen ehemaligen Kollegen). Sammle dann die Karten ein und mische sie, und teile sie dann wieder aus. Die Teammitglieder lesen die Postkarte vor, die sie erhalten haben.

    Agile Werte feiern (#90)

    Erinnert euch gegenseitig an Situationen, in denen ihr agile Werte gelebt habt
    Source: Jesus Mendez
    Zeichne vier große Kreise und schreibe jeweils einen der zentralen Werte hinein, die für agiles Arbeiten stehen:

  • Einzelne Personen und ihr Zusammenwirken (wichtiger als Prozesse und Tools)
  • Funktionierende Software (wichtiger als umfassende Dokumentation)
  • Zusammenarbeit mit Kunden (wichtiger als Vertragsverhandlungen)
  • Reagieren auf Veränderungen (wichtiger als Umsetzen eines Plans)

  • Fordere die Teilnehmer auf, Situationen zu beschreiben, in denen ihr einen dieser Werte gelebt hat - jeweils ein aufmunterndes Beispiel pro Haftnotiz. Lasse dann alle ihre Stickies in den entsprechenden Kreis kleben und lese sie dann laut vor. Seit gemeinsam Stolz darauf, wie ihre grundlegende agile Werte lebt :)

    Wer hat's gesagt? (#106)

    Ordne Zitate einzeln Teammitgliedern und Situationen zu
    Source: Beccy Stafford
    Nimm Dir vor dem Retro-Termin etwas Zeit, um E-Mail-Threads, Chat-Protokolle und dergleichen durchzusehen. Sammle Zitate aus der letzten Iteration: Lustige Zitate, oder Zitate, die ohne Kontext ein wenig seltsam klingen. Schreibe sie mit dem Namen der Person auf, die sie gesagt bzw. geschrieben hat.

    Lies die Zitate zu Beginn des Retros vor und bitte das Team zu erraten, wer es gesagt hat - der Zitierte soll sich nicht selbst offenbaren! Oft weiß das Team nicht nur, wer es gesagt hat, sondern spricht dann auch darüber, was in dieser Situation vor sich ging.

    Unwahrscheinliche Superhelden (#107)

    Stell dir vor, du wärst ein Superheld! Was ist deine Superkraft?
    Source: Pietari Kettunen
    Jeder im Team erstellt eine Superheldenversion von sich selbst, basierend darauf, wie er sich im Team / Projekt sieht - komplett mit entsprechenden Superkräften, Schwächen und eventuell einem Erzfeind.

    Kenne Deinen Nachbarn - Beginn (#108)

    Wie hat sich Dein Nachbar zur Rechten während der Iteration gefühlt?
    Source: Fabián Lewkowicz
    Bitte alle Teammitglieder, kurz zu beschreiben, wie sich ihr Nachbar zur Rechten während der Iteration gefühlt hat. Die Nachbarn bestätigen oder korrigieren jeweils die Vermutung.

    Wenn dann alle im Team ihre Vermutung geäußert haben darüber, wie sich die Teammitglieder gefühlt haben, bekommt das Team eine Vorstellung davon, wie verbunden sie sind, wie die Kommunikation im Team abläuft und ob die Teammitglieder sich der Gefühle bewusst sind, die von anderen ausgedrückt werden.

    Überlege, den Abschluss mit Aktivität #109 zu machen.

    Mach mir ein Gesicht! (#114)

    Teilnehmer zeigen, wie sie sich fühlen, indem sie ein Gesicht auf eine Mandarine zeichnen
    Source: Afagh Zadeh
    Gebe jedem Teammitglied einen nicht zu dicken, schwarzen Marker und eine Mandarine mit einer Haftnotiz daran, auf der steht: "Wie fühlst du dich? Bitte mach mir ein Gesicht". Nachdem alle mit ihren Zeichnungen fertig sind, präsentiert reihum die Kunstwerke und die dargestellten Emotionen. Das ist eine unbeschwerte Art, das Team einzustimmen.

    Positiv und wahr (#122)

    Verstärke die Energie für jeden Einzelnen durch maßgeschneiderten Fragen
    Source: Veronika Kotrba and Ralph Miarka, adapted from Nancy Kline
    Stelle deinem Nachbarn eine Frage, die darauf zugeschnitten ist, eine positive und wahrheitsgemäße Antwort zu erhalten, z.B.
    • Was hast du in der letzten Iteration wirklich gut gemacht?
    • Was macht dich wirklich glücklich?
    • Was hat dich gestern am meisten gefreut?
    Dann stellt dein Nachbar seinem Nachbarn auf der anderen Seite die gleiche Frage und so weiter, bis alle gefragt und geantwortet haben.

    Dies gibt jedem einen Schub und führt zu besseren Ergebnissen.

    Vielen Dank auch an Martin Luig

    Stringtheorie - verborgene Verbindungen (#129)

    Finde gemeinsame Interessen und Eigenschaften der Teammitglieder
    Source: Eben Halford
    Dieses Spiel ist gut für neue Teams aus 6 bis 15 Mitgliedern geeignet. Es beschleunigt die Teambildung dadurch, dass sich die Teammitglieder über ihre Eigenschaften und Interessen austauschen. So können sie eine engere Beziehung aufbauen als dies mit nur arbeitsbezogenen Themen möglich ist.

    Lass die Teammitglieder einen Kreis bilden, in dem alle nach innen schauen mit ungefähr einer halben Armlänge Abstand zum jeweiligen Nachbarn. Je nachdem, was Du mit dieser Aktivität erreichen möchtest, kannst Du die Kollegen, die normalerweise remote oder an einem anderen Standort arbeiten, bitten, sich in einem Abstand von etwa anderthalb Metern vom Kreis aufzustellen.

    Gib einem beliebigen Teammitglied ein Wollknäuel und bitte es, das Fadenende mit seiner linken Hand und das Knäuel mit seiner rechten Hand festzuhalten (bei Linkshändern bitte entsprechend Hände tauschen). Der Knäuelhalter beginnt das Spiel, indem er etwas über sich sagt, das nichts mit dem Job zu tun hat, z.B. "Ich habe eine Tochter" oder "Ich spiele Gitarre". Trifft diese Aussage auf ein anderes Teammitglied zu, hebt es die Hand und sagt "Ja, das bin ich". Der Knäuelhalter gibt dann das Wollknäuel an diese Person weiter. Wenn sich mehrere gemeldet haben, kann der Knäuelhalter einen davon auswählen. Wenn sich niemand gemeldet hat, macht der Knäuelhalter eine weitere Aussage.

    Die Person, die das Wollknäuel bekommt, hält den Faden fest und strafft ihn. Dies ist die erste Verbindung in einem Netzwerk von Gemeinsamkeiten. Der neue Knäuelhalter sagt nun etwas über sich, gibt das Wollknäuel ab und hält es an seinem Teil des Fadens fest und so weiter.

    Das Spiel endet, wenn entweder die Zeit abgelaufen ist oder jeder mindestens zwei Verbindungen hat oder der Faden zu Ende ist.

    Du kannst das Spiel mit Fragen wie diesen nachbesprechen:
    • Was habt ihr bemerkt?
    • Wenn es Menschen gibt, die remote oder an einem anderen Standort arbeiten: Wie fühlt es sich an, außerhalb zu stehen? Wie fühlt es sich an, jemanden abseits stehen zu haben?
    • Wie fühlt es sich mit wenigen (oder ohne) Verbindungen an?
    • Wie ist es, dieses Netz von Verbindungen zu sehen?
    • Könnt ihr ein Team ohne dieses Netz sein?
    • Was würde passieren, wenn jemand seinen Faden loslässt? Wie würde es das Team beeinflussen?
    • Gibt es etwas, das ihr jetzt bei der Arbeit anders machen werdet?

    Diese Aktivität ist nur der erste Teil eines längeren Spiels (Englisch).

    Vielen Dank auch an Martin Luig

    Finde den Elefanten (#130)

    Gibt es Probleme, von denen niemand spricht?
    Source: Willem Larsen
    Bereite 1 Satz Karten pro Teammitglied vor. Ein Kartensatz enthält 1 Elefantenkarte, 1 Stiefelkarte, 1 glückliche Sonnenkarte und 1 Mondkarte (siehe Foto). Erkläre, wie jeweils eine Karte aus ihrem Set ausgewählt wird:
    • Wenn ein Teammitglied denkt, dass es mindestens einen "Elefanten im Raum" (ein unausgesprochenes, aber wichtiges Problem) für dieses Team gibt, dann wähle die Elefantenkarte aus. Diese Karte auszuwählen bedeutet nicht, über den Elefanten sprechen oder sogar sagen zu müssen, was ihrer Meinung nach das Problem ist.
    • Wer keine Elefanten sieht, aber seit der letzten Retrospektive in einer Situation war, in der ihre oder seine Gefühle verletzt wurden (und es nicht direkt angesprochen wurde), wählt die Stiefel-tritt-auf-Blume-Karte.
    • Wenn alles in Ordnung ist, wähle die glückliche Sonne.
    • Wer sich beim Teilen unwohl fühlt oder das Gefühl hat, keine der Karten passt wirklich, wählt den neutralen Mond.
    Um die Anonymität zu wahren, legt jeder seine ausgewählte Karte mit der Vorderseite nach unten auf den Feedback-Stapel und den Rest der Karten mit der Vorderseite nach unten auf einen Ablagestapel. Mische den Ablagestapel, um die Anonymität zu wahren, und lege ihn beiseite. Mische den Feedback-Stapel und decke dann die Karten einzeln auf.

    Wenn das Team einen oder mehrere Elefanten im Raum hat, gibt es einige ernsthafte Probleme mit der psychologischen Sicherheit. Lasse diese Erkenntnis erstmal so stehen und biete bald eine größere Retrospektive an, um Raum zu haben, um über das Thema zu sprechen, wenn das gewünscht wird - frage aber nicht direkt, wer welche Karte gewählt hat. Bewahre die Anonymität und erzwinge keine Erklärungen für die Wahl der Karten! Dies ist eine wichtige Gelegenheit, um Vertrauen aufzubauen und die Fähigkeit zu wahren, Einblicke in den Zustand des Teams zu gewinnen.

    Zwei oder - abhängig von der Teamgröße - mehr verletzte Gefühle deuten darauf hin, dass es Probleme mit dem Gefühl der Sicherheit geben könnte. Auch zwei oder mehr Monde deuten auf einen Mangel an psychologischer Sicherheit hin. Berücksichtige dieses Feedback bei der Gestaltung der nächsten Retros. Es gibt viele großartige Möglichkeiten, gründlicher einzutauchen und Erkenntnisse zu sammeln, diese Aktivität zeigt nur, wann eine solche Retrospektive notwendig ist.

    (#)


    Quelle:
    Retromat enthält Aktivitäten, die insgesamt () Kombinationen ermöglichen. Und wir fügen laufend weitere hinzu.

    Übersetzung von Ronald Steyer

    Ronald findet in ziemlich unterschiedlichen Aufgaben immer wieder das, was ihn besonders interessiert: Veränderungen oder besser: Transformation fördern. Um Unternehmen kundenorientierter und anpassungsfähiger zu machen, will er sie für agiles Arbeiten begeistern, Du kannst ihm schreiben.

    Übersetzung von Patrick Zeising

    Patrick arbeitet in verschiedenen Rollen in der Softwareentwicklung in einem fantastischen Team. Seine Leidenschaft wird dabei geweckt von agilen Methoden. Gäbe es in seinem Leben keine IT, so stünde er jetzt mit seiner Gitarre vor einem Mikro auf einer Bühne. Du kannst ihm schreiben oder ihm auf Twitter folgen.

    Original von Corinna Baldauf

    Während ihrer Zeit als ScrumMaster hätte sich Corinna so etwas wie den Retromat gewünscht. Letztlich hat sie ihn einfach selbst gebaut in der Hoffnung, dass er auch anderen hilft. Hast Du Fragen, Vorschläge oder Aufmunterungen für sie? Du kannst ihr schreiben oder ihr auf Twitter folgen.

    Mitentwickelt von Timon Fiddike

    Timon gibt Scrum Schulungen. Als Integraler Coach und agiler Coach coacht er Executives, Manager, Product Owner und Scrum Master. Retromat Nutzer seit 2013, Mitentwickler seit 2016. Du kannst ihm schreiben oder ihm auf Twitter folgen. Photo © Ina Abraham.