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Du planst Deine nächste Retrospektive? Fang mit einem zufällig generierten Ablauf an, pass ihn an, druck ihn aus und teile die URL mit anderen. Oder guck Dich einfach nach neuen Ideen um!

Ist es Deine erste Retro? Fang hier an!
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Die Iteration malen (#31)

Die Teilnehmer malen ein Bild zur zurückliegenden Iteration
Source: Corinna Baldauf, adapted from Thorsten Kalnin, Olivier Gourment; Thomas Guest
Verteile Karteikarten und Stifte. Gebe ein Thema vor, z.B.:
  • Wie hast Du Dich während der Iteration gefühlt?
  • Gab es einen Aha!-Moment? Welcher war das?
  • Was war das größte Problem?
  • Was hast Du vermisst?
Bitte die Teilnehmer, ihre Antwort als ein kleines Bild zu malen. Hänge alle Zeichnungen an ein Whiteboard. Sprecht die Zeichnungen gemeinsam durch und lasse die Teilnehmer zunächst raten, was dargestellt ist und was es zu bedeuten hat. Anschließend erklärt der jeweilige Künstler sein Bild.

Metaphern ermöglichen den Perspektivwechsel und neue Sichtweisen. Gemeinsam entwickelt das Team so ein Verständnis für die Geschehnisse in der letzten Interation.

Filmkritik (#110)

Stellt Euch vor, die Iteration war ein Film und Ihr schreibt eine Filmkritik darüber
Source: Isabel Corniche
Beginne die Aktivität indem Du fragst: Stellt Euch vor, die letzte Iteration war ein Film und Ihr müsst eine Rezension schreiben:
  • Zu welchem Genre gehört der Film (z.B. Horror, Drama, ....)?
  • Was war das (zentrale) Thema? Beschreibe es in 2-3 Wörtern.
  • Gab es eine überraschende Wendung (z.B. ein Bösewicht)?
  • Wie war das Ende (z.B. Happy-End, Cliffhanger) und war es vorhersehbar?
  • Was war das persönliche Highlight?
  • Kann man den Film einem Kollegen empfehlen?
Gebe jedem Teammitglied ein Stück Papier und 5 Minuten, um die Fragen still zu beantworten. In der Zwischenzeit (oder vor dem Treffen) teile ein Flipchart in 7 Spalten mit den Überschriften 'Genre', 'Thema', 'Twist', 'Ende', 'Vorhersehbar?', 'Highlight', 'Empfehlen?'. Wenn alle mit dem Schreiben fertig sind, fülle die Tabelle aus, während die Teammitglieder die Notizen vorlesen.
Schaut Euch anschließend die Tabelle an und diskutiert:
  • Was fällt auf?
  • Welche Muster gibt es? Was bedeuten sie für das Team?
  • Vorschläge, wie und woran das Team weiterarbeiten möchte?

Brainstorming in Schriftform (#66)

Durch schriftliches Brainstorming können Introvertierte mehr beitragen
Source: Prof. Bernd Rohrbach
Stelle eine zentrale Frage, z.B. 'Mit welchen Maßnahmen können wir uns in der nächsten Iteration verbessern?'. Verteile Papier und Stifte. Jeder schreibt seine Ideen auf. Nach drei Minuten gibt jeder seine Seite an den Nachbarn weiter und schreibt weiter auf der, die er bekommen hat. Wenn Dir die eigenen Ideen ausgehen, lese die Ideen, die sich bereits auf dem Papier befinden und ergänze sie. Und es gibt Regeln: Keine negativen Kommentare, jeder schreibt seine Ideen nur einmal auf. (Wenn mehrere Leute die gleiche Idee notieren, ist das in Ordnung.) Lasse die Seite alle drei Minuten weitergeben, bis jeder alle Seiten einmal gesehen hat. Wenn alle dann wieder die Seite haben, mit der sie begonnen haben, lasse sie die Top 3-Ideen auswählen. Sammle nun alle Top 3s auf einem Flipchart für die nächste Phase.

Systemisches Konsensieren (#103)

Messe den Widerstand, nicht die Zustimmung
Source: Georg Paulus, Siegfried Schrotta \& Erich Visotschnig via Corinna Baldauf
Hast Du ein heiß diskutiertes Thema mit vielen Lösungsvorschlägen und das Team kann sich auf keinen einigen?
Versuche nicht, eine Mehrheit für einen Vorschlag zu finden, denn das schafft oft Gewinner und Verlierer. Probiere stattdessen, was passiert, wenn Du die Entscheidung umdrehst:
Finde heraus, welche Lösung am wenigsten Widerstand hervorruft. Zeichen eine Tabelle mit den Teammitgliedern in der ersten Spalte und den Lösungsvorschlägen als Überschriften der folgenden Spalten. Jetzt muss jeder seinen Widerstand gegen jeden Vorschlag ausfüllen. Von 0, das 'kein Widerstand - das ist, was ich will' bedeutet, bis zu 10, das bedeutet 'da erschieß ich mich lieber'. Probiere die am wenigsten verhasste Lösung aus.

AHA! (#60)

Lasse einen Ball werfen und entdecke neu Gelerntes
Source: Catherine Louis and Stefan Haas via Amber Haley
Lasse einen Ball (z.B. einen Koosh Ball) im Team hin- und herwerfen und decke so positive Wahrnehmungen und Lernerfahrungen auf. Gebe zu Beginn eine Frage vor, die man beantwortet, wenn man den Ball fängt, zum Beispiel:
  • Was habe ich in der letzten Iteration gelernt?
  • Welche nette Sache hat jemand aus dem Team für mich getan?
Je nach Frage könnten auch Dinge zur Sprache kommen, die die Leute stören oder ärgern. Wenn also irgendwelche Alarmglocken klingeln, frage nach und gehe darauf ein. Mit der 'eine nette Sache'-Frage findest du in der Regel einen positiven Abschluss.

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Quelle:
Retromat enthält Aktivitäten, die insgesamt () Kombinationen ermöglichen. Und wir fügen laufend weitere hinzu.

Übersetzung von Ronald Steyer

Ronald findet in ziemlich unterschiedlichen Aufgaben immer wieder das, was ihn besonders interessiert: Veränderungen oder besser: Transformation fördern. Um Unternehmen kundenorientierter und anpassungsfähiger zu machen, will er sie für agiles Arbeiten begeistern, Du kannst ihm schreiben.

Vielen Dank auch an Martin Luig.

Übersetzung von Patrick Zeising

Patrick arbeitet in verschiedenen Rollen in der Softwareentwicklung in einem fantastischen Team. Seine Leidenschaft wird dabei geweckt von agilen Methoden. Gäbe es in seinem Leben keine IT, so stünde er jetzt mit seiner Gitarre vor einem Mikro auf einer Bühne. Du kannst ihm schreiben oder ihm auf Twitter folgen.

Original von Corinna Baldauf

Während ihrer Zeit als ScrumMaster hätte sich Corinna so etwas wie den Retromat gewünscht. Letztlich hat sie ihn einfach selbst gebaut in der Hoffnung, dass er auch anderen hilft. Hast Du Fragen, Vorschläge oder Aufmunterungen für sie? Du kannst ihr schreiben oder ihr auf Twitter folgen.

Mitentwickelt von Timon Fiddike

Timon gibt Scrum Schulungen. Als Integraler Coach und agiler Coach coacht er Executives, Manager, Product Owner und Scrum Master. Retromat Nutzer seit 2013, Mitentwickler seit 2016. Du kannst ihm schreiben oder ihm auf Twitter folgen. Photo © Ina Abraham.